NM9805-V Wissen 2

    NM9805-V Wissen 2

    Weitere Informationen über die Wirkung der Hydroxycitronensäure

    HCA (Hydroxycitronensäure) ist eine Substanz, die aus den citrusähnlichen Früchten des in Südostasien beheimateten Baumes „Garcinia Cambogia" gewonnen wird. Es kommt nur in diesen Früchten in relativ hoher Konzentration vor. HCA hemmt schon in relativ kleiner Dosis die Liponeogenese (Fettsynthese) aus Kohlenhydraten und Proteinen und damit den Aufbau von Körperfett. In den sechziger Jahren wurde man erstmals auf die pharmazeutischen Wirkungen von HCA aufmerksam. Diese waren so beeindruckend, daß der Pharma-Riese Hoffmann-La Roche eine Reihe von Forschungs-projekten durchführte und ein Patent auf HCA erhielt. Patente auf natürliche Substanzen lassen sich jedoch glücklicherweise nur selten durchsetzen, so daß HCA bald auch von anderen Unternehmen angeboten wurde.
    Aus diesem Grunde verzichtete Hoffmann-La Roche später auf ein breitangelegtes Marketing, obwohl HCA eigentlich viel versprechend war.

    HCA hemmt ein so genanntes Schlüsselenzym im Fettstoffwechsel, die ATP-Citrat-Oxalacetat-Lyase, das benötigt wird, um Kohlenhydrate in Fettsäuren umzuwandeln. HCA lagert sich an dieses Enzym an und macht es dadurch unwirksam. Überschüssige Kohlenhydrate können also nicht mehr als Fett gespeichert werden, sie werden stattdessen in Glykogen umgewandelt und in der Skelettmuskulatur und Leber gespeichert. Darüber hinaus bewirkt HCA eine Reduzierung des Hungergefühls. Erhöhte Glykogenspeicher signalisieren dem Gehirn, dass eine Sättigung erreicht ist. Außerdem sinkt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ab, so dass die Insulin-Hunger-Spirale durchbrochen wird und kein Heißhunger, insbesondere auf Süßigkeiten, mehr auftritt.

    Der Jo-Jo-Effekt, d.h. die erneute Gewichtszunahme nach erfolgreicher Diät, läßt sich mit HCA erheblich reduzieren.
    In wissenschaftlichen Studien stellte sich nach einer Diät das ursprüngliche oder ein höheres Gewicht der Testpersonen nicht wieder ein, sogar nachdem die Verabreichung von HCA eingestellt wurde. Wichtig in diesem Zusammenhang ist ebenfalls, daß keinerlei Gewöhnungseffekte an HCA auftreten und damit kein Wirkungsverlust bei längerer Anwendungszeit zu erkennen ist. Ganz im Gegenteil, die Wirkung von HCA scheint sich mit fortdauernder Anwendung noch zu verstärken.

    Während einer Diät, d.h. bei negativer Kalorienbilanz, verbraucht der Körper Protein und Fett. Es ist erstrebenswert, wenn mehr Fett als Protein in dieser Zeit verbraucht wird; leider wird in der Regel bis zu 30 % der "lean body mass", besonders Skelettmuskulatur "verbraucht". Studien haben ergeben, daß HCA den Fettverbrauch stimuliert, während es gleichzeitig den Proteingehalt schützt. Daraus ergibt sich, dass der Verlust von Muskelgewebe minimiert wird, wenn während einer Diät HCA zugeführt wird.

    Der Proteinschutz ist u.a. darauf zurückzuführen, dass HCA auch die Fettsynthese aus Aminosäuren in der Leber hemmt. Dies bedeutet, dass die Aminosäuren voll und ganz dem Aufbau von Körperprotein wie Muskeln, Enzymen, Co-Enzymen, Hormonen, DNA und RNA zur Verfügung stehen. Erhöhte Leber- und Muskelglykogenspeicher regen zudem die Muskelbildung an, da die Glykogenreserven einen wichtigen Teil in der Muskelerholung darstellen.

    Während einer Diät ist die gleichzeitige Einnahme verzweigtkettiger Aminosäuren (BCAAs) zu empfehlen (Kombipräparat), da diese den Verlust von Muskulatur nochmals drastisch reduzieren. Verstärken läßt sich die Wirkung von HCA außerdem durch die Einahme von L-Carnitin und Chromium Picolinat verstärken. Studien ergaben einen erhöhten Proteinschutz und verstärkte Fettverbrennung durch die kombinierte Einnahme dieser Präparate. Es sind keinerlei Gewöhnungseffekte an HCA bekannt. Somit tritt auch bei längerer Anwendung kein Wirkungsverlust ein.
    Ganz im Gegenteil,die Wirkung von HCA scheint sich mit fortdauernder Einnahme noch zu verstärken.